UNSERE GESCHICHTE

Schauen wir zurück in unserer Brauereigeschichte in „die guade oide Zeit“ – als die Menschen noch typisch, die Dirndln noch sittsam, die Burschen schneidig, die Honoratioren a bisserl vornehm und das Bier noch dunkel war – ins Jahr 1517, als der Traunsteiner Bürger und Bierbrauer Peter Schlipfenbacher mit dem Kauf eines Hauses „an der Sonnenzeile“ des Stadtplatzes den Grundstein für die lange und erfolgreiche Geschichte des Schnitzlbaumer Bieres legte.

Die dritte Generation der Familie Schlipfenbacher verkaufte im Jahre 1613 die gesamte Brauerei, die gemäß seiner besonderen Lage auf dem Stadtplatz als der „Obere Bräu“ benannt worden war, dem damaligen Bürgermeister der Stadt Traunstein und Besitzer des “Unteren Bräu“, Christoph Jähner, Nach dessen Tod im Jahre 1642 trat Sohn Jakob in seine Fußstapfen und setzte seine ganze Kraft ein, um die Brauerei am Leben zu erhalten und, wenn möglich, zu erweitern. Doch auch er verstarb nach nur vier Jahren und so ging der Betrieb an seine Witwe Barbara und auf deren Sohn Johann über, der im Jahre 1704 zusehen musste, wie der Stadtbrand auch seinen Betrieb auslöschte. Johann baute mit viel Fleiß und Leidenschaft die Brauerei und die angeschlossene Wirtschaft wieder komplett neu auf und vererbte diese schließlich im Jahre 1729 an seinen Sohn Johann II., der aus der Ehe mit einer Tochter des „Höllbräu“ hervorgegangen war.

Nach dessen Tod wechselte die Brauerei in den darauffolgenden Jahren mehrmals die Besitzer, doch immer stand die hohe Handwerkskunst des Bierbrauens gemäß dem Bayerischen Reinheitsgebot im Mittelpunkt.

Geschichte 1

Im Jahre 1889 ging die Brauerei, die zwischenzeitlich auch „Stanglbräu“ benannt war, schlussendlich von Heinrich Nassl an den ehemaligen Braumeister der Brauerei Graf Törring in Jettenbach am Inn, Bernhard Schnitzlbaumer I. und seine Frau Anna über und hieß ab sofort „Brauerei Schnitzlbaumer“.

In kurzer Zeit hatte Bernhard Schnitzlbaumer I. das geschafft, was viele vor ihm zu erreichen versucht hatten. Die Brauerei stand auf soliden Beinen, der Bierausstoß war mehr als zufriedenstellend und in der Stadtgemeinde war der gestandene Brauereibesitzer beliebt und anerkannt.

Diese günstige Aufwärtsentwicklung konnte auch nach der Übernahme durch Sohn Bernhard II., der übrigens einer der ersten Absolventen der „Bayer. Hochschule für Landwirtschaft und Brauerei“ in Weihenstephan war, im Jahre 1913 fortgesetzt werden.

Der erste Weltkrieg forderte leider auch in Traunstein seine Tribute, sodass die Brauerei stillgelegt werden musste. In der Not schloss sich Bernhard II. mit Josef Binder vom „Höllbräu“ zusammen und braute mit diesem gemeinsam in sehr bescheidenen Verhältnissen weiterhin Traunsteiner Bier.

Geschichte 2

Von großem unternehmerischen Ehrgeiz angetrieben nahmen 1919 die Eheleute Schnitzlbaumer ihre eigene Brauerei schließlich wieder in Betrieb, bauten sie aus und modernisierten sie der Zeit entsprechend, erlitten aber durch den zweiten Weltkrieg nochmals einen herben Rückschlag. Wiederum musste der gesamte Betrieb, Brauerei und Ausschank, von Grund auf neu aufgebaut und saniert werden.

Ab 1964 führte Bernhard Schnitzlbaumer III. die Arbeit seines Vaters zusammen mit seiner Frau Johanna gewissenhaft und erfolgreich fort. Um das hohe Qualitätsniveau zu gewährleisten, investierte Bernhard III. immer wieder hohe Summen in die Technik und Modernisierung der gesamten Brauerei und des Ausschanks am Stadtplatz, ehe 1994 die Verantwortung in die Hände von Tochter Gabriele und deren Ehemann Robert gelegt wurde. Ihnen bot sich 1999 die Gelegenheit, das Anwesen, das 1890 an die Firma Sachs (Kreiler) verkauft worden war, zurück zu erwerben.

 

Hier entstand nun nach eingehenden Überlegungen der Brauerei-Ausschank im hochmodernen Sudhaus mit altem Kontor, Schalander, Brausaal und großer Terrasse. Die darunter liegenden Kellergewölbe und Brauereigebäude in der Mühlenstraße wurden ebenso mit aufwändiger Technik ausgestattet, die es ermöglicht, Schnitzlbaumer Biere mit höchstem Qualitätsanspruch nach dem Bayerischen Reinheitsgebot auch weiterhin zu brauen und damit die über 440 Jahre alte Tradition des Brauhauses weiterzuführen.

Auf Grund der Tatsache, dass alle drei Töchter der Familie Schnitzlbaumer Berufe außerhalb des Brauwesens ergriffen hatten, entschloss sich das Ehepaar das traditionsreiche Unternehmen im Jahre 2014 an uns, die Familie Frauendörfer zu übergeben.

Uns ist es eine große Freude, das traditionelle Brauhandwerk in dieser alteingesessenen Brauerei weiterführen zu dürfen. Wir setzen als familiär geführter mittelständischer Handwerksbetrieb im Chiemgau einen starken Fokus auf Qualität und Regionalität und bekennen uns klar zur Handwerkskunst der Bierbrauer und zur Stadt Traunstein. Zudem freuen wir uns, diese traditionsreiche Privatbrauerei in die Zukunft zu führen und Teil ihrer Geschichte zu werden.

Geschichte 3

Brauereifamilie Frauendörfer

Geschichte 4
1517

Der Anfang

Peter Schlipfenbacher kauft eines Hauses „an der Sonnenzeile“ des Stadtplatzes in Traunstein.

1613

Verkauf der Brauerei

Familie Schlipfenbacher verkauft  die Brauerei dem damaligen Bürgermeister der Stadt Traunstein und Besitzer des “Unteren Bräu”, Christoph Jähner.

1704

Stadtbrand und Neuaufbau

Die Brauerei brennt beim 2. Stadtbrand Traunsteins ab. Anschließender Wiederaufbau.

1889

Schnitzlbaumer

Verkauf der Brauerei “Stanglbräu” an die Eheleute Anna und Bernhard Schnitzlbaumer.

1914

1. Weltkrieg

Stilllegung der Brauerei während des 1. Weltkrieges.

1994

Der Brauerei-Ausschank

Rückkauf und Aufbau des heutigen „Brauerei-Ausschank Schnitzlbaumer“

2014

Brauereifamilie Frauendörfer

Verkauf der Brauerei Schnitzlbaumer an die Brauereifamilie Frauendörfer.

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